Wir von der Pischelsdorfer Bioenergie setzen uns seit unserem Bestehen mit dem Thema „Elektrische Energie aus Holz“ auseinander. Die Versuchsreihen der Firma Grübl aus Stubenberg am See waren zumindest viel versprechend und laut unseren Recherchen auch einzigartig.
Obwohl wir erkannten, dass für derartige Anlagen die Serienreife bei Weitem noch nicht gegeben war, bestellten wir, besessen von unserer Idee, Strom aus Holz zu erzeugen, eine entsprechende Anlage bei der Firma Grübl, gab es doch zumindest vernünftige Ansätze, diese Anlagentechnik zu beherrschen.
Wir entschlossen uns zum Kauf einer vollautomatisch beschickten Anlage mit einer Leistung von 60 – 70 kW elektrisch. Die Voraussetzungen für den Betrieb einer Holzvergasungsanlage sind in unserem Betrieb durch die Möglichkeit einer ganzjährigen Wärmeenergieeinspreisung in unser Netz sowie der vorhandenen Brennstofflogistik als gut zu betrachten.
Die Anlage ging zwar im Jahre 2001 ans Netz, durch diverse Schwierigkeiten an der Zubringung, am Vergaser selbst und an der Nassreinigung konnten jedoch nur wenige Betriebsstunden gefahren werden.
Ende 2001 wurde ein engagierter „Alternativ-Energetiker“ in den
Vorstand unserer Genossenschaft gewählt. Hannes Kober beschäftigt
sich schon seit Jahren sehr erfolgreich mit mit dem Umbau von KFZ auf den Betrieb
mit Rapsöl. Er war und ist es, der die Anlage nicht nur betreut sondern
auch verschiedenste Versuche durchführt, und die von der Firma Grübl
gelieferte Anlage adaptiert und weiterentwickelt. Mittlerweile hat diese Anlage
ein hohes Maß an Anlagenverfügbarkeit gewonnen. Der deutlichste Hinweis
darauf ist, dass es uns gelungen ist, die Anlage im Automatikbetrieb unbeaufsichtigt
123 Stunden ununterbrochen in Betrieb zu halten. Diese Betriebsdauer ist unserer
Ansicht nach ein sehr deutlicher Hinweis darauf, dass unser Entwicklungsstand
auf sehr hohem Niveau liegt.